Der Tanz der Nacht

Muede der Tag
schon dunkelt’s im Wald
der Mond im Dache matt schimmert

Ein Heulen jaeh die Stille durchbricht,
Vom Tode umweht ein Wille bricht
Verhaengen im Wald : das Boese!

Ein Feuer sucht hell,
die Schatten so schnell
auf der Lichtung vom Walde umsaeumt.

Gesichter wie Schnee
Geschwister der Stille
ein Mensch wird getragen zum See.

Ein Tanz beginnt,
Wirbelnd schnell und wild,
Gestalten unterm Mond geschwind.

Herzen stocken bald
Blicke suchen verzweifelt Halt
Leben jenen Gestalten fehlt.

Keiner weis was hier geschieht
Niemand den Menschen je wiedersieht
Und im Morgen die Lichtung in der Sonne liegt.


Autor: ich, 5,1996