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Entdeckungen und Ideen, oder ein Schmetterling mit der Oekaki

Für meinen zweiten Kapuzenpulli wollte ich ein paar Verzierungen anbringen… und die Oekaki-Funktion meiner Maschine wollte ich ja schon wieder benutzen. Vor allem nachdem ich die Unterfadenspannung eingestellt hatte.

Doch was soll ich da drauf sticken? So ganz ohne Vorlage wollte ich dann doch nicht arbeiten… also woher mit den Ideen…

Im Karstadt hab ich dann das hier entdeckt:

Fundstücke

Der schwarze Stoff ist mit grossflächigen weissen Mustern bedruckt… ich glaube da sollten mal Tücher draus werden… ein Reststück… aber die wahren Entdeckungen waren die Knöpfe… die Schmetterlinge werden für den Kapuzenpulli als Verzierung dienen und haben mir die Idee für das Muster gegeben. Die Sunbonnet-Sue Knöpfe musste ich einfach haben… hach ja, Kindheitserinnerungen 🙂

Also Motiv gefunden. Folgendermassen bin ich vorgegangen:

  1. Vlies für die Stickerei raus suchen.. auch mit Panne, das was ich zuerst für Stickvlies zum aufbügeln hielt war keins, aber Nicht-Aufbügel-Stickvlies hatte ich ja auch noch. Der Teststoff ist deswegen zwei mal verstärkt, ein Mal durch „normales“, dünnes Vlies und dann durch den Rahmen dahinter gespanntes Stickvlies zu abreissen.
  2. Reststoff in den Rahmen spannen
  3. Die Schmetterlingvorlage hab ich mir ausgedruckt und dann ausgeschnitten
  4. Und mit Schneiderkreide abgezeichnet
  5. Dann kam der Rahmen und etwas Verzierung, man sieht, das ich noch in der Lernphase bin 😉
  6. Hier die Rückseite davon
  7. Dann habe ich mit verschiedenen Farben etwas experimentiert
  8. und das ist dabei raus gekommen

Noch nicht perfekt, aber ich bin nicht unzufrieden 🙂

Zum Sticken selbst muss ich sagen, dass ich von der Oekaki total begeistert bin. Der Schmetterling ist das zweite Motiv das ich damit gestickt habe und somit auch mehr oder weniger das zweite Motiv, dass ich überhaupt freihand mit einer Maschine gestickt habe. Das ich die Stichbreite mit dem Fusstaster steuern kann ist einfach super. Auch die Tatsache, dass die in der Maschine eingestellte Stichbreite die maximale Breite durch den Fusstaster vorgibt. Wenn ich hier also Stichbreite auf 0 Stelle, gibt es keine Variationen mehr, was für bestimmte Sachen super ist. Derzeit liegt mir aber das Freihand-Sticken mit ZickZack am meisten und da ist es (für mich) super Intuitiv mit dem Fusstaster. Die Stichgeschwindigkeit ist natürlich immer gleichbleibend, da der Fusstaster ja belegt ist, und kann ebenfalls an der Maschine im Menü eingestellt werden. Für mich auch super, da mir bei meiner alten Maschine die unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Sticken durch meinen Zappelfuss nicht gepasst haben. Hier aber … schön gleichmässige Stichgeschwindigkeit.

Ich denke für jemanden, der Freihandsticken mit der Maschine genau anders herum gelernt hat, also Stichbreite per Maschineneinstellung bei ZickZack und Geschwindigkeit per „Fuss“, findet das ganze sicherlich schwieriger, da ich aber erst mit dieser Maschine wirklich mit dem Sticken anfange finde ich es einfach nur toll. Ich muss sagen, ich stelle immer mehr fest, das ich genau die richtige Maschine gefunden habe, die tickt genau so wie ich 🙂

Da das ganze ja ein Test für eine Verzierung war, die an den Kapuzenpulli soll, habe ich es etwas ausgeschnitten und mal festgesteckt.

Kapuzenpulli der zweite, Stickerei position

Hmmm…

und auch die Überlegung eines Kragens statt einer Kapuze habe ich mal drapiert

auch Hmmm…

Als ich dann im Bett lag ist mir noch eine Idee gekommen… ich könnte als Hintergrund für den Schmetterling, also den Flügelhintergrund ja auch den Jersey nehmen und ihn Applizieren und die „Punkte“ dann noch aufsticken… zweiseitig bügelbares Vlies hab ich zu hause…. ich glaube das werd ich machen.. so kann ich dann vielleicht auch kleinere Schmetterlinge machen für die Ärmel.